Elektroauto an einer Ladesaeule

So verändert Elektromobilität die Aufgaben des Fuhrparkmanagers

Elektromobilität stellt einige unserer bisherigen Mobilitätskonzepte in Frage. Auch Fuhrparks stehen vor der Herausforderung bestehende Prozesse grundlegend zu überdenken und neu aufzusetzen. Im Mittelpunkt steht hier nicht nur die (Neu-)Organisation des Fuhrparks, sondern auch die veränderte Rolle des Fuhrparkleiters.

Größere Datenmengen, die analysiert werden müssen, Infrastrukturen die teilweise oder auch komplett errichtet werden müssen und eine zunehmende Prozess-Automatisierung – der Fuhrparkverwalter muss diesen Wandel aktiv mitgestalten, damit das Unterfangen Elektromobilität zu einem Erfolg wird.

Aufgaben und Prozesse, die sich vor einigen Jahren noch mit Hilfe von Excel-Tabellen bewältigen ließen, sind mittlerweile so komplex und vielschichtig, dass es ohne intelligente Software-Unterstützung nicht mehr möglich ist, einen E-Fuhrpark kosten- und ressourceneffizient zu managen. Welche Aufgaben kommen auf den Fuhrparkmanager von morgen zu? Welche Herausforderungen kommen auf Sie zu? Wir geben einen Ausblick.

Der Einsatz von Elektrofahrzeugen im Fuhrpark erfordert eine Erweiterung des Aufgabenbereiches des Fuhrparkmanagers

Wie kann Elektromobilität sinnvoll und möglichst kosteneffizient in meinem Fuhrpark implementiert werden? Wie viele Fahrzeuge werde ich in Zukunft im Fuhrpark benötigen? Wird der Fuhrpark zu 100% aus Elektrofahrzeugen bestehen oder werden nach wie vor Verbrennermotoren eingesetzt? Was ist mit der Ladeinfrastruktur, was ist hier zu beachten?

Diese und weitere Fragen beschäftigen jeden Fuhrparkverwalter, der sich eingehend mit Elektromobilität im Fuhrpark auseinandersetzt. Folgende Punkte sollte daher jeder Fuhrparkverwalter vor der Implementierung von E-Fahrzeugen bedenken:

Mann vor einem Laptop mit laufender Software

1. Die Anzahl der benötigten Fahrzeuge

Diese Anfangsfrage stellt so manchen Fuhrparkleiter bereits vor Probleme. Wie viele Verbrenner sollen durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden? Oder soll der gesamte Fuhrpark auf E-Mobilität umgestellt werden? Bei der Entscheidung hilft dem Fuhrparkverwalter die bisherigen Fahrten zu analysieren und darauf basierend eine Fahrzeugbedarfsprognose zu erstellen. Diese kann er dann bei der Umstellung auf Elektromobilität nutzen, um auch hier bedarfsgerecht und zugleich kosteneffizient die Fahrzeuge zu beschaffen.

2. Die Nutzung der Fahrzeuge

Wie kann eine kosteneffiziente Nutzung der Fahrzeuge gewährleistet werden? Elektromobilität rentiert sich schneller, wenn die Fahrzeuge häufig eingesetzt werden.
Insbesondere kurze, innerstädtische Routen lassen sich bei häufiger Nutzung gut mit E-Autos abbilden. Im Zuge dessen sind Überlegungen zur Implementierung von Corporate Carsharing sinnvoll, denn durch die Nutzung von Poolfahrzeugen lässt sich nachgewiesenermaßen die Laufleistung erhöhen.

Flottenfahrzeuge auf einem Parkplatz

3. Die Implementierung einer Infrastruktur

Keine Elektromobilität ohne die dazugehörige Infrastruktur in Form von Ladesäulen und Ladestationen. Hier besteht in vielen noch Nachholbedarf, denn viele Ladestationen, bestehend aus mehreren Ladesäulen, sind entweder nicht öffentlich oder liegen geographisch ungünstig und können daher für ein regelmäßiges Laden nicht berücksichtigt werden. Ein effizientes Lademanagement ist ohne eine technische Unterstützung in Form einer intelligenten Software kaum möglich, denn die Daten, die im Vorfeld prognostiziert und ausgewertet werden müssen, sind vielschichtig. Nicht nur die Anzahl der Ladesäulen spielt eine wichtige Rolle, auch die Ladezeit und den Strompreis gilt es besonders zu berücksichtigen, denn dieser kann je nach Tageszeit und Auslastung des Stromnetzes variieren. So ist günstiger die Fahrzeuge nachts zu laden, also tagsüber.
Eine Einsatzprognose sowie die Analyse bisherige Einsätze inkl. Einsatzzeiten können hier helfen, ein realistisches Bild zu zeichnen und Aufschluss über mögliche Ladezeitfenster geben.

Fazit: So fordert Elektromobilität den Fuhrparkmanager von morgen

Die Integration von Elektromobilität ist komplex, mit der richtigen Software-Unterstützung aber lösbar. Jeder Fuhrparkmanager sollte sich bewusst machen, dass Elektromobilität bestehende Prozesse hinterfragt und oftmals eine komplette Neuausrichtung fordert. So werden die vielen ineinandergreifenden Prozesse (u.a. Reichweitenmanagement, Lademanagement) nur mit Hilfe einer intelligenten Software-Lösung transparent und auch für den Fuhrparkverwalter nachvollziehbar. Die Software erleichtert dem Fuhrparkleiter im weiteren Verlauf auch die langfristige Planung, zeigt Optimierungsmöglichkeiten auf und sorgt für mehr Kostenkontrolle – ein Hauptentscheidungsgrund für den Einsatz von E-Fahrzeugen.

Der Fuhrparkmanager von morgen wird im Elektrofuhrpark noch stärker auf digitale Hilfe angewiesen sein als bisher. Das bedeutet, er wird mit Hilfe von Daten-Prognosen Entscheidungen treffen und die genauen Auswirkungen auf den Fuhrpark auswerten können.

Kurzum wird das Fuhrparkmanagement umfassender und die Aufgaben des Fuhrparkmanager breiter und datenbasierter. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Verwaltung des Fuhrparks insgesamt einen deutlich höheren Aufwand erfordert, aber zugleich dank dem Einsatz einer Fuhrparkmanagement-Software, steuerbarer und kostentransparenter für alle Beteiligten wird.

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