Verantwortlicher für das Fuhrparkmanagement

Veröffentlicht am 19.06.2023

Fuhrparkmanagement: Wie Sie Ihren Fuhrpark erfolgreich verwalten

Wer Fahrzeuge in seinem Fuhrparkbestand hat, muss diese auch entsprechend organisieren. Denn das Fuhrparkmanagement spielt eine zentrale Rolle bei der Organisation und Steuerung der betrieblichen Mobilität. Es soll sicherstellen, dass die Mobilitätsanforderungen der Mitarbeiter erfüllt werden. Die damit einhergehenden Aufgaben in der Flotte sind vielseitig und die Abläufe komplex. Als einer der größten Kostentreiber im Unternehmen, muss der Fuhrpark effizient verwaltet und die Kosten stets im Blick behalten werden. Gleichzeitig gilt es gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, Schäden abzuwickeln und unter Umständen Nachhaltigkeitszielen nachzukommen. 

Die Digitalisierung des Fuhrparks wird dabei zur Schlüsselfunktion: Durch die Automatisierung von Aufgaben können Aufwände minimiert, Einsparpotenziale identifiziert und die Sicherheit im Fuhrpark erhöht werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Aufgaben das Fuhrparkmanagement umfasst und wie Sie eine Fuhrparksoftware entlasten kann.

Was bedeutet Fuhrparkmanagement?

Unter dem Begriff Fuhrparkmanagement versteht man die Organisation und Verwaltung einer Fahrzeugflotte in einem Unternehmen. Dazu gehören zum einen die Beschaffung und Steuerung von Fahrzeugen sowie die Planung und Organisation von Wartungen und Reparaturen. Auch die Abwicklung von Schäden, das Kraftstoffmanagement sowie die Verwaltung von Verträgen und Versicherungen sind Teil des Fuhrparkmanagements. Zudem müssen Fuhrparkverantwortliche den gesetzlich vorgeschriebenen Halterhaftungspflichten nachkommen. Dazu zählt die regelmäßige Kontrolle der Führerscheine und die ordnungsgemäße Durchführung der Fahrerunterweisung nach UVV.

Die Kernaufgaben des Fuhrparkmanagements bestehen darin:

  • die Effizienz des Fuhrparks zu maximieren
  • die Betriebskosten zu kontrollieren
  • die Fahrzeugnutzung zu optimieren
  • die betriebliche Produktivität zu steigern und
  • den gesetzlichen Vorgaben nachzukommen.

Den Fuhrpark effizient zu verwalten, heißt diesen wirtschaftlich zu führen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen. Darüber hinaus spielt das Fuhrparkmanagement eine Schlüsselrolle bei der Optimierung der betrieblichen Mobilität. Indem ein Unternehmen über eine geeignete Fahrzeugflotte verfügt, die den Anforderungen der Mitarbeiter gerecht wird, kann die Effizienz und Produktivität gesteigert werden..

Welche Ziele hat das Fuhrparkmanagement?

Eines der Hauptziele im Fuhrparkmanagement ist die effiziente Steuerung der Flotte und die Reduzierung der Kosten im Fuhrpark. Dazu gehört die Senkung von Betriebskosten wie z.B. für Kraftstoffverbrauch, Wartungen, Versicherungen und Ausgaben für die Fahrzeugbeschaffung. Durch einen effizienten Ressourceneinsatz und eine Kostenkontrolle kann das Fuhrparkmanagement zur Steigerung der Rentabilität des Unternehmens beitragen.

Ein weiteres Ziel des Fuhrparkmanagements ist die Optimierung des Fuhrparks hinsichtlich der (Mobilitäts-)Anforderungen des Unternehmens. Dies beinhaltet die richtige Anzahl und Art von Fahrzeugen, um den Betrieb effizient zu unterstützen, sowie die Optimierung der Fahrzeugauslastung und Routenplanung, um Leerfahrten zu minimieren und die Effizienz zu maximieren.

Darüber hinaus setzen sich immer mehr Unternehmen das Ziel, umweltfreundliche Praktiken zu fördern und den ökologischen Fußabdruck im Fuhrpark zu minimieren. Dies kann durch den Einsatz umweltfreundlicher Fahrzeugen, die Förderung eines kraftstoffsparenden Fahrverhaltens, die Reduzierung von Emissionen und den Einsatz nachhaltiger Beschaffungs- und Entsorgungspraktiken erreicht werden.

Was ist digitales Fuhrparkmanagement?

Digitales Fuhrparkmanagement bezieht sich auf den Einsatz von digitalen Technologien zur effizienten Verwaltung und Steuerung eines Fuhrparks. Dazu zählen Softwarelösungen, Telematik- und GPS-Systeme und Smartphone-Apps. Sie helfen dabei, den Fuhrparkbetrieb zu optimieren, Daten zu erfassen und zu analysieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Digitalisierung des Fuhrparks ermöglicht ein effizienteres, transparenteres und datengestütztes Management.

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Was ist eine Fuhrparksoftware?

Eine Fuhrparksoftware ist eine spezialisierte Softwarelösung, die die Verwaltung und Organisation eines Fuhrparks erleichtert. Mit ihr werden alle Fahrzeug- und Fahrerdaten an einem Ort erfasst und verwaltet. Durch umfassende Berichtsfunktionen erhalten Fuhrparkverantwortliche wertvolle Einblicke in die Leistung des Fuhrparks und können fundierte Entscheidungen treffen, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. Meist kann sie mit verschiedenen Add-ons ergänzt werden, mit Hilfe derer sich beispielsweise die elektronische Führerscheinkontrolle oder die Fahrerunterweisung nach UVV durchführen lassen.

Welche Vorteile bietet eine Softwarelösung für den Fuhrpark?

Der Einsatz einer Software bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile. Sie vereinfacht die komplexen Prozesse im Fuhrpark und schafft strukturierte Workflows, wodurch der Arbeitsaufwand für Fuhrparkverantwortliche reduziert wird. Eine IT-Lösung sorgt darüber hinaus für Transparenz und hilft dabei die Kosten im Fuhrpark zu überwachen und zu senken.

Automatisierung

Eine Fuhrparksoftware automatisiert viele manuelle Prozesse, die in Excel zeitaufwändig und fehleranfälliger sind. Durch die Digitalisierung von Aufgaben wie Datenimport, Berechnungen, Erinnerungen und die Erstellung von Reportings spart sie wertvolle Zeit und Ressourcen, die für das strategische Management des Fuhrparks genutzt werden können.

Zentralisierung von Daten

Mit Hilfe einer digitalen Lösungen werden alle relevanten Daten rund um die Fahrzeuge und Fahrer zentral erfasst und verwaltet, einschließlich Fahrzeuginformationen, Wartungsprotokolle, Fahrerdaten, Versicherungsunterlagen, Kraftstoffverbrauch und vielem mehr. Dies erleichtert auch den Zugriff für andere Beteiligte, wie z.B. Buchhaltung oder HR, auf Informationen, während die Datenintegrität durch individuelle Zugriffsberechtigungen gewährleistet bleibt.

Reportings und Kostenkontrolle

Eine Software generiert Berichte und Analysen basierend auf den erfassten Daten, wie z.B. Fahrzeugnutzung, Kraftstoffverbrauch, Wartungsbedarf und Betriebskosten. Dadurch lassen sich Einsparpotenziale im Fuhrpark identifizieren, betriebliche Abläufe optimieren und fundierte Entscheidungen treffen.

Wartungsmanagement

Durch den Einsatz einer digitalen Lösungen können Wartungs- und Reparaturpläne erstellt, Termine überwacht und Erinnerungen für Wartungsarbeiten generiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Fahrzeuge in einem optimalen Zustand gehalten, Ausfallzeiten minimiert und kostspielige Reparaturen vermieden werden.

Schadenmanagement

Auch die Abwicklung von Schäden wird dank einer digitalen Lösung vereinfacht. Neben der elektronischen Dokumentation der Schäden vereinfacht eine Software auch die Verfolgung des Schadenprozesses – von der Meldung bis zur Reparatur. Durch automatische Benachrichtigungen und die automatisierte Kommunikation zwischen Fahrern, Versicherungen und Werkstätten wird die Schadenabwicklung beschleunigt. Zudem liefert die Software umfassende Berichte und Analysen, um Schadenmuster zu erkennen und präventive Maßnahmen zur Schadenreduzierung zu ergreifen.

Einhaltung der Halterhaftungspflichten

Die Kontrolle der Führerscheine erfolgt per Smartphone-App bequem von unterwegs. Die Fahrerunterweisung nach UVV lässt sich als E-Learning-Kurs flexibel online durchführen, egal wo sich der Fahrer gerade befindet. Die ist nicht nur für Mitarbeiter sehr komfortabel, sondern entlastet auch Fuhrparkverantwortliche von der zeitaufwändigen Terminorganisation und Fahrerkommunikation. Alle Prüfungen und Testergebnisse werden nachvollziehbar dokumentiert und abgespeichert.

Integration mit anderen Systemen

Eine digitale Lösung kann in andere Unternehmenssysteme integriert werden, wie z.B. Buchhaltungssoftware, Personalmanagement und Auftragsmanagement. Dadurch können Daten nahtlos ausgetauscht und Prozesse automatisiert werden, um die Effizienz und Genauigkeit der Datenerfassung und -verarbeitung zu verbessern.

Fuhrparkverantwortlicher nutzt die Vorteile einer einer Software für das Fuhrparkmanagement
Eine Fuhrparksoftware sorgt für strukturierte Workflows, Kostenkontrolle und mehr Transparenz im Fuhrpark.

Wer ist für das Fuhrparkmanagement im Unternehmen verantwortlich?

Die Verantwortung für das Fuhrparkmanagement kann in Unternehmen unterschiedlich organisiert sein. In kleinen und mittelständischen Unternehmen übernehmen häufig Mitarbeiter die Aufgaben des Fuhrparkmanagements zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben, wie z.B. dem Einkauf oder der Buchhaltung. Unternehmen mit großen Flotten haben in der Regel einen Fuhrparkmanager als zentrale Person, die für das gesamte Fuhrparkmanagement verantwortlich ist. In einigen Fällen entscheiden sich Unternehmen auch dafür, das Fuhrparkmanagement an externe Dienstleister auszulagern. Welche Vorteile und Nachteile das Fuhrpark Outsourcing hat, erfahren Sie weiter unten im Beitrag.

Was gehört zu den Aufgaben eines Fuhrparkmanagers?

Wie zu Beginn bereits erwähnt, ist die Steuerung eines Fuhrparks komplex und sehr vielseitig. Die Aufgaben reichen von der Beschaffung von Fahrzeugen über die Terminverwaltung bis hin zum Schaden- und Wartungsmanagement. Zudem gibt es auch eine Reihe von rechtlichen und regulatorischen Anforderungen, die bei der Verwaltung eines Fuhrparks beachtet werden müssen.

Budgetierung und Kostenkontrolle

Der Fuhrparkmanager ist für die Budgetierung des Fuhrparks verantwortlich. Er überwacht die Kosten für Fahrzeugbeschaffung, Wartung, Reparatur, Versicherung, Kraftstoff und andere Ausgaben. Durch eine effektive Kostenkontrolle und -analyse können Einsparungen erzielt und das Budget optimal genutzt werden.

Beschaffung und Flottenplanung

Zu den Aufgaben eines Fuhrparkverantwortlichen gehören auch die Beschaffung von Fahrzeugen sowie die Vertragsverhandlungen für Fahrzeuge, Leasingverträge, Versicherungen und andere Dienstleistungen rund um den Fuhrpark. Dabei gilt es, die besten Konditionen und Verträge auszuhandeln, die den Anforderungen des Unternehmens entsprechen. Außerdem muss entschieden werden, ob Fahrzeuge gekauft, geleast oder gemietet werden, damit der Mobilitätsbedarf im Unternehmen gedeckt wird. Zudem liegt es im Verantwortungsbereich des Fuhrparkverantwortlichen die optimale Fahrzeuganzahl, Typen und Spezifikationen der Fahrzeuge zu bestimmen, um den betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden. Dies umfasst die Bewertung der Fahrzeugnutzung, die Analyse von Kosten und Effizienz sowie die Berücksichtigung von Umweltaspekten.

Fahrzeugwartung und Reparatur

Die regelmäßige Wartung und Reparatur der Fahrzeuge ist entscheidend, um eine hohe Betriebsbereitschaft und Sicherheit zu gewährleisten. Der Fuhrparkmanager plant und überwacht den Wartungsplan, koordiniert Werkstatttermine und stellt sicher, dass alle Fahrzeuge in einem einwandfreien technischen Zustand sind.

Einhaltung der Halterhaftungspflichten

Die Einhaltung der Halterhaftungspflichten im Fuhrpark ist von großer Bedeutung und spielt eine wichtige Rolle im Fuhrparkmanagement. Die regelmäßige Kontrolle der Führerscheine sowie die ordnungsgemäße Durchführung der Fahrerunterweisung nach UVV gehören daher ebenfalls zu den zentralen Aufgaben eines Fuhrparkverantwortlichen. Die Nichteinhaltung der Halterhaftungspflichten kann im Schadenfall rechtliche Konsequenzen wie Geldstrafen, Bußgelder oder andere Sanktionen nach sich ziehen.

Schadenmanagement

Auch das Handling von Schäden ist Teil des Fuhrparkmanagements. Ein effektives Schadenmanagement zielt darauf ab, Schäden schnell und effizient zu bearbeiten, um die Ausfallzeiten der Fahrzeuge zu minimieren und die Betriebsabläufe so wenig wie möglich zu stören. Zum Schadenmanagement im Fuhrpark gehört auch die Planung und Umsetzung präventiver Maßnahmen, damit Schäden vermieden werden können.

Kraftstoffmanagement

Ein wichtiger Aspekt des Flottenmanagements ist das Kraftstoffmanagement. Der Fuhrparkmanager überwacht den Kraftstoffverbrauch, analysiert die Daten, identifiziert Einsparpotenziale und setzt Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs und der Kosten um.

Fuhrparkveranwortliche organisiert das Fuhrparkmanagement mit einer digitalen Lösung
Fahrzeugbeschaffung, Terminverwaltung und Schadenmanagement, die Aufgaben im Fuhrparkmanagement sind komplex und vielseitig.

Welche Rolle spielt das Controlling im Fuhrparkmanagement?

Das Ziel des Fuhrpark Controlling ist es, die Effizienz, Rentabilität und Sicherheit des Fuhrparks zu verbessern. Dies gelingt, indem fundierte Entscheidungen auf der Grundlage von Daten und Kennzahlen getroffen werden. Das Fuhrpark Controlling beinhaltet daher die Erfassung und Analyse einer Vielzahl von Daten anhand vordefinierter KPIs, wie z.B. Fahrzeugnutzung, Kraftstoffverbrauch, Wartungskosten, Versicherungskosten, Unfalldaten, Fahrerverhalten und anderer relevanter Kennzahlen. Durch die Auswertung dieser Daten können Trends erkannt, Leistungsindikatoren bestimmt und Abweichungen von den Zielvorgaben identifiziert werden.

Ein weiterer zentraler Aspekt des Fuhrpark Controllings ist die Kontrolle der Kosten. Dies beinhaltet die Überwachung von Kraftstoffkosten, Wartungs- und Reparaturkosten, Versicherungskosten, Fahrzeugbeschaffungskosten, Steuern und Gebühren sowie sonstige Ausgaben im Fuhrpark. Durch eine effektive Kostenkontrolle können Einsparpotenziale identifiziert und Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen werden.

Generell erstellt das Fuhrpark Controlling die Budgets für den Fuhrparkbetrieb und überwacht die tatsächlichen Ausgaben im Vergleich zum Budget. Es beinhaltet auch die Erstellung von Prognosen für zukünftige Ausgaben und die Planung von Ressourcen basierend auf den erwarteten Anforderungen des Fuhrparks.

Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es im Fuhrpark zu beachten?

Im Fuhrparkmanagement gibt es eine Reihe von gesetzlichen Vorgaben und behördlichen Bestimmungen zu beachten:

  • Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt die Arbeitszeiten von Fahrern und enthält Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten, Pausenregelungen und Höchstarbeitszeiten für Fahrpersonal im gewerblichen Güter- und Personenverkehr.
  • Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) gilt ebenfalls für den Fuhrpark und legt allgemeine Anforderungen zum Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vor arbeitsbedingten Gefahren fest. Es soll die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleisten und liefert die Grundlage für die regelmäßige Fahrerunterweisung nach UVV. Diese soll Fahrer im sicheren Umgang mit den Firmenfahrzeugen und im Verhalten bei Unfällen schulen und das Risiko für Unfälle minimieren. Die Fahrerunterweisung muss mindestens ein Mal Jahr durchgeführt werden.
  • Die Pflicht zur Führerscheinkontrolle im Fuhrpark ergibt sich aus dem Straßenverkehrsgesetz (StVG), das Bestimmungen zur Haftung im Straßenverkehr enthält und Aspekte wie Führerscheinerteilung, Fahrzeugzulassung, Verkehrsregeln und Sanktionen bei Verkehrsverstößen regelt. Die Führerscheine aller Fahrer sollten mindestens zwei Mal im Jahr kontrolliert werden.

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Fuhrparkmanagement: Inhouse vs. Outsourcing

Die Entscheidung, ob das Fuhrparkmanagement inhouse erledigt oder ausgelagert und damit an einen externen Fuhrparkdienstleister übergeben werden sollte (Outsourcing), hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. Hier sind einige Punkte, die bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden können:

Inhouse

Vorteile

  • Unabhängigkeit von externem Dienstleister und direkter Einfluss auf Abläufe und Prozesse
  • Aufbau von interner Expertise
  • Unterstützung durch digitale Fuhrparklösungen

Nachteile

  • Hoher Zeit- und Ressourcenaufwand
  • Schwierigkeit, mit neuesten technologischen Entwicklungen Schritt zu halten

Outsourcing

Vorteile

  • Know-how und bessere Einkaufskonditionen
  • Effizienzsteigerung, da sich Mitarbeiter auf Kernaufgaben fokussieren
  • Investitionen für IT und Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter können minimiert werden

Nachteile

  • Häufig höhere Kosten
  • Verlust an internem Wissen und Kontrolle
  • Abhängigkeit von externem Dienstleister und weniger Flexibilität

Oftmals entscheiden sich Unternehmen für die Auslagerung von Teilbereichen, wobei die operativen Aufgaben an einen Fuhrparkdienstleister übertragen werden und die strategische Entscheidungsgewalt weiterhin im Unternehmen bleibt. Wird das Fuhrparkmanagement inhouse betrieben, helfen digitale Lösungen bei der Organisation der Fahrzeuge und allen damit verbundenen Aufgaben.

Welche Trend-Themen sollten Fuhrparkverantwortliche im Blick behalten?

Fuhrparkmanager sollten bestimmte Trendthemen im Blick behalten, um ihre Fuhrparkstrategien an neue Entwicklungen anzupassen und den Anforderungen des sich wandelnden Mobilitätssektors gerecht zu werden.

Auto Abos

Im Gegensatz zu langfristigen Leasingverträgen oder Fahrzeugkäufen bietet das Auto Abo oft eine kürzere Laufzeit, mitunter schon ab einem Monat. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Fahrzeugflotte flexibel an die sich ändernden Anforderungen anzupassen, lange Lieferzeiten für Dienstwagen zu überbrücken oder die Eignung alternativer Antriebe für den Fuhrpark zu testen. Die monatliche Rate deckt alle Kosten einschließlich Versicherungen, Wartungen und Steuern ab. Lediglich die Tank- bzw. Ladekosten sind nicht inklusive. Dies ermöglicht eine bessere Kostenkontrolle und Planbarkeit für das Fuhrparkmanagement.

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Online-Beschaffung

Auch die Online-Beschaffung von Fahrzeugen ist ein wichtiges Thema im Fuhrpark. In den letzten Jahren hat sich der Prozess der Fahrzeugbeschaffung stark verändert, und viele Fuhrparkmanager nutzen vermehrt Online-Plattformen, um Fahrzeuge für ihren Fuhrpark zu erwerben. Fuhrparkverantwortliche können so schnell und effizient eine Vielzahl von Modellen, Marken und Ausstattungsvarianten vergleichen, Preise prüfen und Angebote einholen, ohne physisch zu verschiedenen Autohäusern reisen zu müssen. Die Online-Beschaffung ermöglicht es Fuhrparkmanagern, den gesamten Beschaffungsprozess im Fuhrpark elektronisch abzuwickeln, einschließlich der Vertragsunterzeichnung und des Dokumentenaustauschs. Dies beschleunigt den Prozess und reduziert den Verwaltungsaufwand. Durch die Integrationen in eine Fuhrparkmanagement Software können die Beschaffungsdaten nahtlos übertragen werden.

Corporate Carsharing

Was sich im Privatgebrauch bereits durchgesetzt hat, spielt auch in Fuhrparks eine immer größere Rolle. Durch das Teilen von Fahrzeugen kann das Unternehmen die Kosten im Fuhrpark reduzieren. Anstatt jedem Mitarbeiter ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, werden die Fahrzeuge gemeinsam und je Bedarf genutzt. Dadurch kann die Anzahl der benötigten Fahrzeuge reduziert und die Auslastung erhöht werden. Dies führt zu Einsparungen von bis zu 30 Prozent bei Anschaffung, Versicherung, Wartung und Instandhaltung.

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Elektromobilität

Elektromobilität gewinnt im Fuhrparkmanagement immer mehr an Bedeutung. Viele Unternehmen setzen sich Ziele zur Elektrifizierung ihres Fuhrparks und investieren in Elektrofahrzeuge, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und Kosten zu senken. Obwohl Elektrofahrzeuge in der Anschaffung oft noch teurer sind als konventionelle Verbrennungsfahrzeuge, können sie langfristig zu Kosteneinsparungen im Fuhrpark führen. Elektrofahrzeuge haben niedrigere Betriebskosten pro Kilometer, da der Strom im Vergleich zu Benzin oder Diesel günstiger ist und die Wartungskosten in der Regel niedriger ausfallen. Zudem produzieren Elektrofahrzeuge keine direkten Emissionen und tragen somit zur Reduzierung von Luftschadstoffen und Treibhausgasen bei.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Fuhrparkmanagement

Wie werde ich Fuhrparkmanager?

Für den Beruf des Fuhrparkmanagers gibt es keine gesetzlich vorgeschrieben Ausbildung. Ein Studium in einem relevanten Bereich wie Logistik, Betriebswirtschaftslehre oder Fahrzeugtechnik liefert bereits eine solide Wissensgrundlage für die Arbeit im Fuhrparkmanagement. Die Qualifizierung als Fuhrparkleiter erfolgt dann im Rahmen einer qualifizierten Weiterbildung. Diese werden z.B. von der DEKRA, dem TÜV Rheinland oder der Industrie- und Handelskammer angeboten. Auch Fuhrparkmanager, die bereits diese Position in einem Unternehmen innehaben, sollten sich durch Seminare und Weiterbildungen stetig neues Wissen aneignen, um mit den Entwicklungen in der Branche und den digitalen Technologien Schritt halten zu können.

Was bedeutet Total Cost of Ownership im Fuhrpark?

Die Total Cost of Ownership (kurz TCO) beschreibt die Gesamtkosten, die mit dem Besitz und der Nutzung von Fahrzeugen im Fuhrpark verbunden sind. Dabei werden nicht nur die Anschaffungskosten berücksichtigt, sondern sämtliche Ausgaben, die über die Lebensdauer eines Fahrzeuges hinweg anfallen. Zu den TCO gehören also alle Kosten rund um die:

  • Anschaffung und Finanzierung (wie Zinsen oder Leasinggebühren)
  • Laufende Kosten für Kraftstoff, Wartung, Reparaturen oder Reifenwechsel
  • Versicherungen
  • Steuern und Gebühren
  • Abschreibungen
  • Restwert

Eine sorgfältige Analyse Total Cost of Ownership zeigt die wahren Kosten eines Fahrzeugs im Fuhrpark und hilft dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen. Sie liefert eine Entscheidungsgrundlage, wenn es darum geht, die wirtschaftlichste Fahrzeugauswahl zu treffen, den optimalen Zeitpunkt für die Fahrzeugerneuerung zu bestimmen oder Wartungsstrategien zu planen.

Was ist eine Car Policy?

Eine Car Policy dient als unternehmenseigene Richtlinie, die die Regeln und Vorgaben für die Nutzung von Firmenfahrzeugen im Fuhrpark festlegt. Sie bestimmt die Bedingungen für den Zugang zu Firmenfahrzeugen, die Fahrzeugauswahl, Wartung und Reparatur, Treibstoffmanagement, Versicherung, Unfallverfahren und andere relevante Aspekte. Eine Car Policy dient dazu, klare Richtlinien für die Mitarbeiter zu definieren und sicherzustellen, dass die Fahrzeugnutzung im Einklang mit den Unternehmenszielen und den rechtlichen Anforderungen im Fuhrparkmanagement steht. So können Missverständnisse und interne Konflikte vermieden werden.