Halterhaftung im Fuhrpark: 9 von 10 Aufgaben werden komplexer – Caranos Einordnung der Verantwortung

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Hans-Joachim Guth
Ein Mann sitzt konzentriert am Laptop und denkt nach – Symbol für Verantwortung im Fuhrparkmanagement. Carano unterstützt Fuhrparkleiter dabei, Halterhaftung rechtskonform zu erfüllen. Mit digitaler Software behalten Sie alle Pflichten und Fristen im Blick. Halterhaftung einfach, sicher und effizient managen.

Die Anforderungen an Fuhrparkverantwortliche wachsen spürbar. Laut der Dataforce Fuhrparkmanagement Studie 2024 sind 9 von 10 Aufgaben von Fuhrparkverantwortlichen großer Flotten in den vergangenen Jahren komplexer und umfangreicher geworden. Diese Entwicklung betrifft nicht nur wirtschaftliche oder organisatorische Themen, sondern insbesondere die rechtliche Verantwortung im Rahmen der Halterhaftung im Fuhrpark.

Denn wer Fahrzeuge im Unternehmen verantwortet, trägt nicht nur operative Aufgaben, sondern auch eine klare gesetzliche Verpflichtung. Bereits kleine Versäumnisse bei der Führerscheinkontrolle, der UVV-Unterweisung oder der Dokumentation können erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Gerade im Straßenverkehr gilt eine strenge Gefährdungshaftung, die unabhängig vom jeweiligen Fahrzeugführer greift.

Aus Sicht von Carano ist Halterhaftung daher kein isoliertes Rechtsdetail, sondern Ausdruck einer zunehmenden organisatorischen Komplexität im Fuhrpark. In diesem Beitrag ordnen wir ein, was Halterhaftung konkret bedeutet, welche Pflichten Fuhrparkmanager erfüllen müssen und wie sich Verantwortung strukturiert und rechtssicher organisieren lässt.

Inhalt

Was bedeutet Halterhaftung im Fuhrpark?

Die Halterhaftung im Fuhrpark besagt, dass der Fahrzeughalter für entstandene Schäden haftbar gemacht werden kann, unabhängig davon, wer das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Schadenfalls gefahren hat. Geregelt wird dies durch §7 des StVG (Straßenverkehrsgesetz).

Die rechtliche Grundlage beruht auf dem Prinzip der Gefährdungshaftung, bei dem nicht der Fahrer, sondern der Halter für die potenzielle Gefahr haftet, die vom Betrieb eines Fahrzeugs im Straßenverkehr ausgeht. In diesem Zusammenhang ist es unerheblich, ob der Fahrzeugführer zum Beispiel ein Mitarbeiter oder ein externer Dienstleister war – im Zweifel haftet stets derjenige, der die Halterverantwortung trägt.

§7 des StVG (Straßenverkehrsgesetz)

„(1) Wird bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um drei Dienstwagen oder 500 Poolfahrzeuge handelt – die Einhaltung der Halterpflichten ist von großer Bedeutung für den Fahrzeughalter, um Konflikte mit dem Gesetz zu vermeiden.

Wer ist der Fahrzeughalter?

Im Fuhrpark ist der Fahrzeughalter die Person, die über die wirtschaftliche Nutzung des Fahrzeuges verfügt und dessen Kosten trägt. Er ist für die ordnungsgemäße Registrierung, Versicherung und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften im Zusammenhang mit dem Besitz und Betrieb des Fahrzeugs verantwortlich. Ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 08. 10.1993 besagt:

Das Oberlandesgericht Köln definiert den Halter, bzw. Fahrzeughalter, als die Person, die das Fahrzeug auf eigene Rechnung und im eigenen Interesse nicht nur vorübergehend nutzt und darüber die Kontrolle hat.

Rein rechtlich gesehen, gilt in den meisten Fällen die Geschäftsführung oder der Vorstand als Halter eines Fahrzeugs, auch wenn diese den Wagen selbst nicht nutzen. 

Nicht immer ist der Fahrzeughalter jedoch auch der Fahrzeugeigentümer. Dabei handelt es sich um die Person oder juristische Einheit, der das Fahrzeug rechtmäßig gehört und die es verkaufen, verleihen oder anderweitig darüber verfügen kann. Beispielsweise bei Leasingfahrzeugen bleibt der Leasinggeber Eigentümer des Wagens. Auch bei finanzierten Fahrzeugen kann das Kreditinstitut Fahrzeugeigentümer bleiben, bis der Kredit vollständig getilgt wurde. Der Fahrzeugführer ist hingegen immer die Person, die das Fahrzeug bewegt bzw. führt.

Person arbeitet an einem Laptop – Darstellung für digitale Prozesse im Fuhrparkmanagement. Im Fokus stehen die rechtssichere Halterhaftung und die Erfüllung gesetzlicher Pflichten bei der Fahrzeugverwaltung, wie sie im Rahmen moderner Fuhrparksoftware-Lösungen organisiert werden können.
Die Delegation der Halterhaftung im Fuhrpark sollte in jedem Fall schriftlich und ausdrücklich erfolgen. Geeignet dafür ist z.B. der Arbeitsvertrag des Fuhrparkmanagers.

Übertragung der Halterpflichten im Fuhrpark: Wie erfolgt die Delegation der Pflichten?

Bei der Übertragung der Halterhaftung im Fuhrpark wird die Verantwortung für die Einhaltung der Pflichten an eine andere Person oder Organisation delegiert. Üblicherweise wird die Halterhaftung auf eine charakterlich und fachlich dafür geeignete Person übertragen. Dabei handelt es sich in der Regel um den Fuhrparkleiter.

Die Übertragung der Halterhaftung im Fuhrpark bedeutet nicht, dass das sich das Unternehmen von seinen Verpflichtungen in Bezug auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und Sicherheitsmaßnahmen entbunden hat. Das Unternehmen hat weiterhin die Kontroll- und Überwachungspflicht inne und sollte die Arbeit des Fuhrparkmanagers daher regelmäßig überprüfen.

Gerade in Fällen von Verstößen – etwa einem Parkverstoß – kann die Haftung nicht vollständig auf Dritte abgewälzt werden. Die Halterverantwortung bleibt bestehen und umfasst sowohl die Kontrolle der eingesetzten Fahrer als auch die Sicherstellung, dass alle verkehrsrelevanten Vorschriften eingehalten werden.

Elektronische Führerscheinkontrolle von Carano

Elektronische Führerscheinkontrolle per App

Mit der digitalen Führerscheinkontrolle von Carano prüfen die Fahrer ihre Führerscheine per Smartphone-App. E-Mail-Benachrichtigungen erinnern an anstehende und überfällige Termine.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Übertragung der Halterhaftung?

Die Delegation der Halterhaftung muss in jedem Fall schriftlich und ausdrücklich erfolgen. Um mögliche rechtliche und finanzielle Risiken zu minimieren, sollten Unternehmen immer sicherstellen, dass sie klare Vereinbarungen treffen und alle relevanten Aspekte der Halterhaftung und deren Delegation angemessen berücksichtigen. Dabei lauern ein paar rechtliche Fallstricke. Sollten bestimmte Punkte nicht zutreffen, liegt ein sogenanntes Organisationsverschulden vor und am Ende haftet die Geschäftsführung doch.

  • Schriftlicher Vertrag: Um die Übertragung der Halterhaftung im Fuhrpark klar zu regeln, empfiehlt es sich, dies schriftlich festzuhalten. Am besten erfolgt dies entweder im Arbeitsvertrag des Fuhrparkverantwortlichen oder durch einen separaten Vertrag.
  • Eindeutige Formulierung: In diesem Dokument sollten alle erforderlichen Aufgaben und Zuständigkeiten eindeutig formuliert werden.
  • Persönliche Eignung: Es ist wichtig, dass die Person, an die die Halterhaftung übertragen wird, über die erforderlichen Eigenschaften und Fähigkeiten verfügt, die im Einklang mit den Aufgaben stehen.
  • Automatische Delegation: Eine automatische Delegation der Halterhaftung tritt möglicherweise erst ein, wenn die betreffende Person diese Aufgaben seit mehr als fünf Jahren ausübt oder aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation dafür geeignet ist.

Delegation entbindet nicht von Verantwortung

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass die schriftliche Delegation allein nicht ausreicht, um die Halterhaftung rechtssicher zu organisieren. Die steigende Komplexität im Fuhrparkmanagement führt dazu, dass Kontroll- und Dokumentationspflichten deutlich umfangreicher geworden sind. Eine einmalige Übertragung der Aufgaben ohne laufende Überwachung kann schnell zum Organisationsverschulden führen.

Aus Sicht von Carano liegt die eigentliche Herausforderung daher weniger in der formalen Delegation, sondern in der strukturierten Umsetzung im Alltag. Wer Pflichten überträgt, muss auch sicherstellen, dass Prozesse klar definiert, Kontrollen regelmäßig durchgeführt und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert werden. Nur so lässt sich im Ernstfall belegen, dass die Halterverantwortung nicht nur auf dem Papier, sondern auch organisatorisch abgesichert war.

Gerade bei größeren oder wachsenden Fuhrparks ist es daher entscheidend, Zuständigkeiten, Prüfroutinen und Eskalationswege transparent festzulegen. Delegation ist kein einmaliger Akt, sondern ein fortlaufender Organisationsprozess.

Was gehört zu den gesetzlichen Pflichten der Halterhaftung?

Im Zusammenhang mit der Halterhaftung im Fuhrpark hat der Fuhrparkmanager verschiedene Pflichten zu erfüllen, um die Einhaltung der Gesetze und die Sicherheit im Fuhrpark zu gewährleisten. Die Pflichten umfassen organisatorische, technische und dokumentarische Maßnahmen, die regelmäßig überprüft und nachweisbar umgesetzt werden müssen. Dazu gehören:

Darstellung zentraler Pflichten der Halterhaftung im Fuhrpark: UVV-Fahrerunterweisung, Führerscheinkontrolle und UVV-Fahrzeugprüfung. Ziel ist die rechtssichere Organisation gemäß DGUV und StVG. Carano informiert über gesetzliche Vorgaben und bietet digitale Lösungen zur Einhaltung dieser Pflichten im Rahmen einer effizienten, dokumentierten Fuhrparkverwaltung.

Führerscheinkontrolle

Da das Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis gemäß §21 des StVG (Straßenverkehrsgesetz) unter Strafe gestellt ist, müssen Fuhrparkverantwortliche regelmäßig die Führerscheine der Fahrer auf ihre Gültigkeit und der benötigten Führerscheinklasse überprüfen.

Der Gesetzgeber gibt jedoch nicht vor, wie oft die Führerscheinkontrolle durchgeführt werden sollte. Dies sollte von den individuellen Anforderungen im Fuhrpark abhängig gemacht werden.  Empfohlen wird eine halbjährliche Kontrolle. Es kann aber auch engmaschiger kontrolliert werden, wenn sich beispielsweise Bußgeldbescheide häufen oder mehr Schäden an den Fahrzeugen auftreten.

Ein typisches Beispiel ist, wenn ein Dienstwagenfahrer aufgrund von Alkohol am Steuer auffällig wurde und ihm der Führerschein entzogen wird. Als Fuhrparkleiter liegt es dann in Ihrer Verantwortung, die Nutzung des Dienstwagens zu untersagen, bis wieder ein gültiger Führerschein vorliegt.

UVV-Fahrerunterweisung

Firmenfahrzeuge gelten als Arbeitsmittel, daher müssen Mitarbeiter regelmäßig im Rahmen einer UVV-Fahrerunterweisung im sicheren Umgang damit geschult werden. Damit soll die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten, die beruflich Fahrzeuge führen, gewährleistet werden und das Risiko für Unfälle minimiert werden.

Die Unterweisung sollte Kernthemen wie Fahrzeugbedienung, Sicherheitsaustattung,  Unfallverhütung und Verhalten bei Unfällen abdecken. Je nach Anforderungen des Unternehmens und der Art der Fahrzeuge im Fuhrpark sollten die Inhalte entsprechend angepasst werden. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die UVV-Fahrerunterweisung vor jedem erstmaligen Fahrtantritt und anschließend mindestens einmal jährlich durchgeführt werden muss.

UVV-Prüfung der Fahrzeuge

Darüber hinaus kann auch das Versäumnis, Fahrzeugmängel rechtzeitig zu erkennen und zu beheben, als Verletzung der Halterhaftungspflichten gewertet werden. Daher ist auch die UVV-Fahrzeugprüfung Teil der Halterhaftung. Durch sie soll die Betriebssicherheit und -tauglichkeit der Firmenfahrzeuge gewährleistet werden.

Fahrzeuge müssen mindestens einmal im Jahr auf mögliche Schäden oder Mängel überprüft werden. Diese UVV-Prüfung selbst muss durch eine sachkundige Person durchgeführt werden, um eine fachgerechte Beurteilung jedes Fahrzeugs sicherzustellen.

Prüfen Sie noch oder managen Sie schon? Mehr Zeit durch digitale Halterhaftung

Halterhaftung entscheidet sich im Ernstfall

Solange alle Prüfungen fristgerecht durchgeführt werden, bleibt Halterhaftung oft abstrakt. Relevanz erhält sie jedoch in dem Moment, in dem ein Unfall, ein Personenschaden oder ein behördliches Verfahren eintritt. Dann stellt sich nicht mehr die Frage, ob eine Pflicht grundsätzlich bekannt war, sondern ob sie konkret, fristgerecht und nachvollziehbar erfüllt wurde.

Im Schadenfall liegt die Beweislast faktisch beim Halter beziehungsweise bei der verantwortlichen Organisation. Es genügt nicht, regelmäßige Kontrollen „üblich“ durchzuführen. Entscheidend ist, ob diese lückenlos dokumentiert und im Zweifel jederzeit vorlegbar sind. Gerade hier zeigt sich, wie schnell aus einer organisatorischen Nachlässigkeit ein haftungsrelevantes Problem werden kann.

Aus Sicht von Carano ist Halterhaftung deshalb kein theoretisches Risiko, sondern eine Frage der belastbaren Nachweisführung. Wer seine Prozesse nicht dokumentiert, kann sie im Ernstfall kaum belegen.

Welche Konsequenzen drohen bei Missachtung der Halterhaftung?

Die Einhaltung der Halterhaftung ist von größter Wichtigkeit, da es hier stets um die Sicherheit von Menschenleben geht. Der Gesetzgeber greift daher rigoros ein, wenn die Halterhaftung im Fleet Management vernachlässigt oder missachtet wird. Sämtliche Prüfergebnisse müssen zudem lückenlos und nachvollziehbar dokumentiert werden, damit Sie im Schadenfall einen entsprechenden Nachweis vorlegen können.

Die Strafen für den Halter, die sich aus dem Nichterfüllen dieser Pflichten ergeben, sind sowohl strafrechtlicher als auch zivilrechtlicher Natur und können erhebliche finanzielle Auswirkungen von mehreren Tausend Euro mit sich bringen. Fuhrparkmanager, die zulassen, dass Firmenfahrzeuge ohne gültigen Führerschein gefahren werden, riskieren gemäß §21 des StVG eine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe. Bei einem Unfall kann es außerdem passieren, dass der Versicherungsschutz erlischt.  

Es ist daher von größter Bedeutung, dass Sie als Fuhrparkverantwortlicher Ihre Pflichten der Halterhaftung gewissenhaft erfüllen, um mögliche Konsequenzen zu vermeiden.

Zwei beschädigte Fahrzeuge nach einem Unfall, im Vordergrund ein aufgestelltes Warndreieck. Das Bild steht sinnbildlich für Risiken im Fuhrpark. Carano informiert über Halterhaftung und unterstützt Fuhrparkverantwortliche mit digitalen Lösungen zur rechtssicheren Fahrzeugkontrolle, um Unfälle zu vermeiden und gesetzliche Pflichten effizient zu erfüllen.
Insbesondere im Schadenfall drohen Unternehmen und Fuhrparkmanagement empfindliche Strafen, wenn die Pflichten der Halterhaftung vernachlässigt wurden.

Wie unterstützen Softwarelösungen bei der Einhaltung der Halterhaftung?

Der Einsatz von Softwarelösungen im Fuhrparkmanagement ist heute nicht mehr wegzudenken. Als digitaler Helfer bietet eine Fuhrpark Software eine wertvolle Unterstützung für Fuhrparkleiter und erleichtert die Einhaltung der Halterhaftung dank Apps und Desktop-Anwendung. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um sowohl rechtlichen Vorgaben zu entsprechen als auch die Sicherheit und Effizienz in der Flotte zu verbessern.

Zudem ermöglichen digitale Systeme eine automatisierte Erinnerung an Fristen, Prüfintervalle und Schulungen – und minimieren dadurch menschliche Fehlerquellen. Auch bei der Zuweisung von Fahrzeugen, der Führerscheinkontrolle oder der Dokumentation von Schäden sorgen intelligente Funktionen für rechtliche Absicherung und eine deutliche Zeitersparnis. Besonders in größeren Fuhrparks bietet eine zentrale Softwarelösung einen entscheidenden Vorteil bei der Organisation komplexer Abläufe.

Elektronische Führerscheinkontrolle

Ein Baustein für solche digitalen Lösungen ist die elektronische Führerscheinkontrolle. Sie bietet sowohl dem Fuhrparkverantwortlichen als auch dem Fahrer vielfältige Vorteile. Zum einen spart sie viel Zeit und bietet viel Flexibilität, da sie von überall aus schnell und einfach durchgeführt werden kann. Die Software erinnert zudem an anstehende und überfällige Termine und speichert alle Prüfergebnisse nachvollziehbar ab.

UVV-Fahrerunterweisung als E-Learning-Kurs

Eine weitere Lösung für die digitale Halterhaftung ist die UVV-Fahrerunterweisung als E-Learning-Kurs. Durch diese flexible Form der Unterweisung können die Fahrer zeit- und ortsunabhängig geschult werden. Fuhrparkmanagern erspart dies viel Zeit und Aufwand, da die Inhalte bereits fertig ausgearbeitet und sofort abrufbereit sind. Die zeitraubende Terminorganisation entfällt hierbei komplett. Sämtliche Unterweisungen und Testergebnisse werden zudem lückenlos gespeichert.

Terminerinnerung und Dokumentation zur UVV-Prüfung

Mithilfe einer Fuhrparkmanagement Software wie Fleet+ behalten Sie als Fuhrparkverantwortlicher stets den Überblick über anstehende Termine und haben eine vollständige Dokumentation zur Hand. Neben der UVV-Prüfung können Sie sich auch an andere wichtige Termine, wie HU oder TÜV, erinnern lassen.

Kombinieren Sie die elektronische Führerscheinkontrolle mit unserer Fuhrparksoftware Fleet+

FAQ – Wichtige Fragen zum Thema Halterhaftung

Bei Verstößen drohen Bußgelder, strafrechtliche Konsequenzen und zivilrechtliche Haftung – etwa bei Unfällen oder fehlender Kontrolle der Fahrer.

Verantwortlich ist grundsätzlich der Fahrzeughalter, meist das Unternehmen. Die operative Verantwortung kann an einen Fuhrparkleiter delegiert werden, die rechtliche Gesamtverantwortung bleibt jedoch beim Halter.

Die Halterhaftung besagt, dass der Fahrzeughalter für Schäden und Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Fahrzeugs haftet – unabhängig davon, wer gefahren ist.

Durch eine schriftliche Übertragung an eine fachlich und persönlich geeignete Person, z. B. den Fuhrparkleiter. Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle der Einhaltung aller Pflichten durch das Unternehmen.

Grundsätzlich haftet der Fahrzeughalter im Rahmen der Gefährdungshaftung nach §7 StVG. Besteht kein Versicherungsschutz oder entfällt dieser durch Pflichtverletzungen, kann der Halter persönlich in Anspruch genommen werden. Zusätzlich haftet der Fahrer bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten.

Bei Firmenwagen ist in der Regel das Unternehmen Fahrzeughalter, da es die wirtschaftliche Verfügungsgewalt besitzt und die Kosten trägt. Rechtlich verantwortlich ist damit meist die Geschäftsführung, auch wenn ein Fuhrparkmanager die operativen Aufgaben übernimmt. Die Nutzung durch einen Mitarbeiter macht diesen nicht automatisch zum Halter.

Zunächst wird der Fahrzeughalter ermittelt. Wird der verantwortliche Fahrer festgestellt, haftet dieser für das Bußgeld. Kann der Fahrer nicht benannt werden, können dem Halter Kosten oder eine Fahrtenbuchauflage drohen.

Aus Sicht von Carano zeigt sich hier, wie wichtig klare Zuweisungs- und Dokumentationsprozesse im Fuhrpark sind.

  • Fahrzeughalter: wirtschaftliche Nutzung und Verfügungsgewalt
  • Eigentümer: rechtlicher Besitzer des Fahrzeugs
  • Besitzer: tatsächliche Sachherrschaft
  • Fahrer: führt das Fahrzeug im konkreten Moment

Für die Halterhaftung ist entscheidend, wer als Halter gilt – nicht zwingend, wer Eigentümer oder Fahrer ist.

Digitale Lösungen helfen, Fristen zu überwachen, Kontrollen zu dokumentieren und Nachweise lückenlos zu speichern. Gerade im Schadenfall ist diese Dokumentation entscheidend.

Carano setzt dabei auf strukturierte digitale Prozesse, die organisatorische Verantwortung transparent abbilden und rechtssicher unterstützen.

Verfasst für Sie von

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Hans-Joachim Guth

ist Geschäftsführer der Carano Software Solutions GmbH und Experte für Fuhrparkmanagement sowie der Digitalisierung von Prozesslösungen. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Personal und Organisation in Berlin war er viele Jahre als Consultant und Produktmanager tätig.
Durch seine Arbeit an effizienten, praxisorientierten Softwarelösungen wie Fleet+, die Unternehmen bei der Optimierung ihrer Prozesse unterstützen, treibt er die Digitalisierung im Fuhrparkmanagement konsequent voran.

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