Aktualisiert am 12. Juli 2022

Die Vorteile von Corporate Carsharing für Ihr Unternehmen

Corporate Carsharing, ja oder nein? Viele Unternehmen scheuen den Schritt Poolfahrzeuge in den Fuhrpark zu implementieren. Meist ist es die Sorge nach der Neuorganisation des Fuhrparks oder mögliche Mehrkosten. Dabei zahlt sich die Umstellung auf eine Poolingflotte gleich doppelt aus. Welche weiteren Gründe sprechen für ein Pooling im Fuhrpark?

Was ist Corporate Carsharing?

Corporate Carsharing ist das firmeninterne Teilen eines Dienstwagens. Dieser Wagen, auch Poolfahrzeug genannt, steht dann mehreren Mitarbeitern zur Verfügung und kann flexibel, in einigen Fällen auch 24/7 gebucht werden. Während im privaten Bereich das Teilen von Fahrzeugen seit etwa 10 Jahren vor allem in Städten bekannt und beliebt ist, benötigt Pooling im Fuhrpark noch ein wenig Überzeugungskraft. Denn ein Großteil aller Fuhrparks besteht nach wie vor aus personengebundenen Dienstwagen.

Corporate Carsharing kann auf zwei verschiedene Arten organisiert werden: Als stationsgebundenes Carsharing, bei dem die Fahrzeuge nur an einem bestimmten Punkt verfügbar sind und nach der Fahrt auch an diesem wieder zurückgegeben werden müssen. Oder als Free-Floating-Modell, das das Ausleihen von Fahrzeugen in einem bestimmten Gebiet oder an verschiedenen Firmenstandorten erlaubt. Für welches Modell sich eine Firma entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab, u.a. auch von der Organisation des Unternehmens.

Wir zeigen 4 Gründe auf, warum Corporate Carsharing sich auf für Ihre Flotte lohnt.

4 Gründe, warum Sie Corporate Carsharing in Ihren Fuhrpark integrieren sollten

Grund 1: Es kann die Beschaffung optimieren

Das Beschaffen neuer Fahrzeuge für die Flotte ist momentan kein Leichtes. Lange Lieferzeiten, die fehlende Auswahl und steigende Kosten erschweren die Arbeit von Fuhrparkverantwortlichen. Dabei ist ein weiteres Aufstocken des Fuhrparks in vielen Fällen gar nicht nötig. Denn die meisten aller Flottenfahrzeuge werden nicht optimal ausgelastet, weil sie den Großteil der Zeit nur auf dem Firmengelände stehen und nicht gefahren werden. Das verursacht Kosten. Corporate Carsharing hilft, die Flotte besser auszulasten, sodass nur wenige Fahrzeuge länger ungenutzt stehen. In den meisten Fällen kann so die tatsächliche Anzahl an Fahrzeugen reduziert statt weiter erhöht werden, was sich auch positiv auf das Gesamtbudget des Fuhrparks auswirkt.

Grund 2: Es ist nachhaltig

Steigende Benzinpreise treiben auch Fuhrparkverantwortlichen die Sorgenfalten ins Gesicht. Im Zuge einer Umstellung auf Corporate Carsharing kann sich eine parallele Implementierung von Elektrofahrzeugen lohnen. Denn E-Fahrzeuge sind durch ihre hohe Laufleistung bei zeitgleich niedrigen Wartungskosten wie gemacht für ein nachhaltiges und kostengünstiges Pooling. Studien haben ergeben, dass bei einem gut organisierten Corporate Carsharing, die Mobilitätskosten um bis zu 40 Prozent gesenkt werden können.

Grund 3: Es ist mitarbeiterfreundlich

Der eigene Dienstwagen war bei vielen Mitarbeitern lange Zeit ein wichtiges Incentive, schließlich gilt ein neues Fahrzeug in vielen Kreisen als Statussymbol. Vor allem jüngere Unternehmen setzen aber mittlerweile verstärkt auf eine inklusive Unternehmensmobilität, die möglichst viele Mitarbeiter einschließt.
Diese neue Flexibilität zeigt sich in einem vermehrten Einsatz von Poolfahrzeugen, E-Fahrrädern, E-Rollern oder auch durch Freigabe von Mobilitätsbudgets, die unter Umständen auch privat genutzt werden können. So entsteht ein geldwerter Vorteil, der zwar steuerlich geltend gemacht werden muss, aber die Kosten für die private Mobilität senken kann.

Grund 4: Es kann ein Image-Gewinn sein

Grüne Mobilität ist ein gutes Aushängeschild. Eine Firma investiert in Nachhaltigkeit und setzt statt auf einen kostenintensiven Fuhrpark mit Verbrennermotoren auf eine kleine Elektro-Flotte. Das ist zukunftsgerichtete Mobilität.

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Corporate Carsharing mit oder ohne Software?

Viele Unternehmen, die bereits Carsharing anbieten, nutzen für die Organisation und das Buchen der Poolfahrzeuge meist den Kalender im E-Mail-Postfach. Start- und Endzeit der Fahrt werden eingetragen und sind für alle Mitarbeiter sichtbar. Was bei ein oder zwei Poolfahrzeugen noch möglich ist, wird bei mehreren Poolfahrzeugen schnell ineffizient und unübersichtlich, nicht zuletzt ist dieses Vorgehen auch datenschutzrechtlich fragwürdig.

Ein effektives Corporate Carsharing benötigt eine Software, die es Unternehmen ermöglicht, nicht nur die Fahrzeuge nutzerfreundlich bereitzustellen, sondern auch die Auslastung des gesamten Pools auszuwerten und gegebenenfalls zu optimieren. Die Scheu vor der Anschaffung einer Softwarelösung, um das Corporate Carsharing zu organisieren, ist unbegründet. Zwar ist die Implementierung kein Selbstläufer, aber in den meisten Fällen zahlt sich die Umstellung schnell aus, sowohl für das Unternehmen selbst als auch für Mitarbeiter.