Lohnt sich ein E-Auto im Fuhrpark? Diese 5 Gründe sprechen für E-Fahrzeuge in der Flotte

Ein E-Auto lohnt sich auch unterschiedlichen Gründen für den Fuhrpark
Ein E-Auto lohnt sich auch unterschiedlichen Gründen für den Fuhrpark

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft rückt die Elektromobilität im Fuhrpark immer mehr in den Fokus. Mit der Förderung und den Steuervorteilen der Bundesregierung in den vergangenen Jahren bot sich Unternehmen ein noch größerer Anreiz, auf E-Mobilität zu setzen. Auch wenn seit dem 1. September 2023 nur noch Privatpersonen eine Förderung erhalten, sind E-Autos im Fuhrpark nach wie vor eine gute Wahl.  Mit einem Anteil von 59 % sind sie laut dem DAT Barometer 2024 in deutschen Flotten stark vertreten. 

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen fünf überzeugende Gründe vorstellen, warum sich ein E-Auto als Firmenwagen für Ihre Flotte lohnt, warum sie die ideale Lösung für Ihre betrieblichen Anforderungen sein können und wie sie zu einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Flotte beitragen. 

Grund 1: Elektroautos sind wartungsarm und somit kosteneffizient

Ein großer Vorteil von Elektroautos als Firmenwagen ist ihre geringere Wartungsintensität im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsfahrzeugen. Der Grund dafür liegt in ihrer einfacheren Bauweise, da in ihnen keine verschleißanfälligen und wartungsintensiven Komponenten wie Getriebe, Kupplung, Katalysator, Kraftstofftank oder Lichtmaschine verbaut sind. Auch der Ölwechsel entfällt. Wie das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) berechnet hat, sind Inspektionen bei Elektrofahrzeuge im Durchschnitt um bis zu 35 % günstiger. 

Die Wirtschaftlichkeit von E-Autos hängt auch von der jährlichen Kilometerleistung ab. Hier kann Ihnen der sogenannte Total Cost of Ownership (TCO) als verlässlicher Richtwert dienen, um die Einsparung der Kosten zu messen. Dabei werden die Energiekosten unter Berücksichtigung des spezifischen Energieverbrauchs des Fahrzeugs, des Kraftstoffpreises und des Stromtarifs in das TCO-Verfahren einbezogen und ausgewertet. Zusätzliche Faktoren wie die Kfz-Steuer sowie Kosten für Wartungen und Reparaturen fließen ebenfalls in die Gesamtrechnung ein. Wenn Sie diese Zahlen betrachten und sie mit den Verbrauchswerten von Verbrennungsfahrzeugen vergleichen, werden Sie feststellen, das die Wirtschaftlichkeit vom E-Auto positiv hervorsticht.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Befreiung von der Versteuerung bei Elektrofahrzeugen gilt noch bis zum 31. Dezember 2030, was zusätzlich zu den Einsparungen beiträgt. Plug-in-Hybride sind hingegen nicht befreit, bei ihnen berechnet sich die Steuer – wie bei Verbrennern üblich – nach dem Hubraum und den CO2-Emissionen.

Dass sich ein E-Auto für den Fuhrpark lohnt, liegt u.a. auch an den geringeren Wartungskosten
Auch wenn E-Auto wartungsärmer sind, ist ein regelmäßiger Service dennoch wichtig, um Bremsen, Bremsflüssigkeit, Reifen, Lenkung, Klimaanlage und Lade-Anschlüsse auf ihre Verkehrstauglichkeit zu prüfen.

Grund 2: Elektroautos eignen sich ideal als Poolfahrzeuge in der Flotte

Eine großartige Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen im Fuhrpark zu nutzen, bietet sich durch ihren Einsatz als Poolfahrzeuge im Rahmen von Corporate Carsharing. Unsere Forschungsprojekte Shared eFleets und eMobility-Scout haben gezeigt, dass E-Autos insbesondere in Sharing-Konzepten hervorragende Ergebnisse erzielen. 

Im Vergleich zu einem personenbezogenen Dienstwagen werden Poolfahrzeuge von Mitarbeitenden gemeinsam genutzt. Die flexible Nutzung ermöglicht es, die Fahrzeuge optimal auszulasten und unnötige Standzeiten zu minimieren. Dadurch kann die Anzahl der Fahrzeuge reduziert und Kosten gesenkt werden. Durch die geschickte Integration von Elektrofahrzeugen in einem Carsharing-Konzept kann außerdem der Ausstoß umweltschädlicher Emissionen weiter reduziert werden. Ein E-Auto lohnt sich also besonders, wenn Sie die Integration von Poolfahrzeugen planen oder bereits Sharing-Fahrzeuge im Fuhrpark haben.

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Grund 3: Ein E-Auto lohnt sich dank hoher Laufleistung und fortschrittlicher Batterietechnologie

Die Technologie der Elektromobilität hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, insbesondere im Bereich der Batterien. Früher waren die Batteriekapazitäten begrenzt, doch dank der neuesten Generation von Lithium-Ionen-Akkus verfügen Elektrofahrzeuge heute über eine deutlich längere Lebensdauer.

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung werden Batterien größer und leistungsfähiger. Moderne Elektroautos halten in der Regel mindestens 1.000 Ladezyklen aus, bevor eine Batterieerneuerung in Betracht gezogen werden muss. Die erhöhte Leistungsfähigkeit der Batterien wirkt sich nicht nur positiv auf die Reichweite des Fahrzeugs aus, sondern auch auf dessen Lebensdauer. Eine leistungsstärkere Batterie muss seltener mit Strom geladen werden, altert langsamer und behält somit länger eine hohe Reichweitenreserve bei.

Die verbesserte Batterietechnologie trägt auch zur Attraktivität von Elektrofahrzeugen auf dem Gebrauchtwagenmarkt bei. Während Fahrzeuge der ersten Generation oft einen höheren Restwertverlust hatten, sind neuere Modelle wertstabiler. Dies bedeutet, dass ein Elektroauto nun auch langfristig eine wirtschaftlich interessante Option für Ihren Fuhrpark darstellen. Die hohe Laufleistung und die fortschrittliche Batterietechnologie machen Elektroautos zu zuverlässigen Begleitern, die auch in puncto Langzeitnutzung punkten können. Die Sorge vor einer eingeschränkten Lebensdauer der Batterie gehört der Vergangenheit an.

Grund 4: Elektroautos schaffen eine grünere Zukunft und stärken das Unternehmensimage

Ein E-Auto lohnt sich nicht nur wirtschaftlich, sondern es setzt auch ein deutliches Signal für eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Unternehmensmobilität. Immer mehr Firmen erkennen ihre Verantwortung und ergreifen Maßnahmen, um ihren Fuhrpark auf Elektromobilität, vielleicht auch mit eigener Ladeinfrastruktur, umzustellen oder haben diesen Prozess bereits erfolgreich begonnen.

Diese umweltbewusste Ausrichtung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bringt auch positive Effekte für Ihr Unternehmensimage mit sich. Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner schätzen Unternehmen, die aktiv zur Förderung des Klimaschutzes beitragen und sich für nachhaltige Lösungen engagieren. Der Einsatz von Elektroautos in Ihrer Flotte vermittelt ein starkes Statement und zeigt, dass Ihr Unternehmen mit gutem Beispiel vorangeht. Durch den Einsatz von Elektroautos leisten Sie also nicht nur einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, sondern zeigen auch Ihren Weitblick und Ihre Innovationsbereitschaft.

Die Ökobilanz eines Elektrofahrzeugs besser ist als die von vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor
Die Batterieproduktion ist derzeit noch sehr ressourcenintensiv, doch zahlreiche Forschungsprojekte recherchieren nach Alternativen. Darunter auch das Fraunhofer Institut, das an einer Natrium-Nickel-Chlorid-Batterie arbeitet, die vollständig ohne Lithium auskommen soll.

Grund 5: Mit E-Fahrzeugen Geld verdienen dank THG-Quote

Eine spannende Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen im Fuhrpark zu maximieren, liegt im Handel mit der sogenannten THG-Quote. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Konzept und wie können Sie dadurch Geld hinzuverdienen?

Die Abkürzung THG-Quote steht für Treibhausgasminderungsquote, die von der Regierung festgelegt wurde, um den Ausstoß von umweltschädlicher Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mineralölkonzerne, die fossile Brennstoffe wie z.B. Benzin oder Diesel verkaufen, sind dazu verpflichtet, ihre Treibhausgase zu kompensieren. Dafür können sie sogenannte Emissionszertifikate von Unternehmen einkaufen, die emissionsarme und -freie Kraftstoffe anbieten. Seit 2022 dürfen auch private und gewerbliche Halter vollelektrischer E-Fahrzeuge das von Ihnen eingesparte CO₂ in Form von Zertifikaten weiterkaufen. 

Dadurch können Sie für jedes E-Fahrzeug im Fuhrpark einmal pro Kalenderjahr die THG-Prämie beantragen und mehrere Hundert Euro jährlich dazu verdienen. Die Beantragung und Weiterverkauf der Zertifikate erfolgt über spezielle Dienstleister. 

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